From f982a5621bfed646ce71fcf7aeeca71ef4ae55c1 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: WriterV2 Date: Sun, 4 Aug 2024 10:07:08 +0200 Subject: Purge --- stories_html/das_schweigende_spiegelbild.html | 41 --------------------------- 1 file changed, 41 deletions(-) delete mode 100644 stories_html/das_schweigende_spiegelbild.html (limited to 'stories_html/das_schweigende_spiegelbild.html') diff --git a/stories_html/das_schweigende_spiegelbild.html b/stories_html/das_schweigende_spiegelbild.html deleted file mode 100644 index 43c65a9..0000000 --- a/stories_html/das_schweigende_spiegelbild.html +++ /dev/null @@ -1,41 +0,0 @@ -

Er stoß die Tür zu, stampfte wütend die knirschende Holztreppe runter -und in seinem kleinen Keller angekommen starrte er mich an. Die frischen -Blutflecken auf seinem weißen Anzug verstummten mich. Auf seinem blassen -vertrockneten Gesicht flossen die Tränen ununterbrochen in Bahnen -runter, nachdem der Weg jahrelang blockiert gewesen war. Hinter seinen -Augenringen konnte man die normalerweise großen schwarzen Pupillen kaum -noch erkennen. Ich sah aber genug, um den Hilfeschrei zu hören. Er trat -gegen den Trinkbrunnen, warf Möbeln um und schlug kräftig das -Kellerfenster zu, um den Lärm der wütenden Meute draußen auszuschalten. -Nun war es still, doch innerlich war es ihm immer noch zu laut. Flammen -loderten in ihm. Er pustete nur einmal das Scheitholz im Kamin an, -rückte seinen roten Sessel zu mir und versuchte sich zu entspannen mit -dem warmen Duft der Birke in der Nase. Auch das aggressive Klopfen an -der Wohnungstür oben versuchte er zu ignorieren. Er zwang seine -Mundwinkel zu einem Lächeln hoch.
-»Du bist noch da für mich, oder?«, fragte er mich. Ob ich für ihn noch -da bin? Ich wusste das nicht. Der Mord unserer schwarzen Katze war -unverzeihbar. Ich musste kein Wort sagen, um ihn meine Gefühlslage -verstehen zu lassen. Sogar seine Hände hassten ihn. Diese langfingrigen -Bestien zogen an seinen grauen Haaren so lange bis sie einen Haarschopf -herausreißen konnten. Anschließend zerkratzten sie ihm die Augen bis er -nur noch Blut weinte. Trotzdem grinste er weiter.
-»Du solltest öfter lächeln«, sagte man ihm ständig. Nur die Katze und -ich wussten wie schwer ihm die Suche nach einem ehrlichen Lächeln fiel. -Ich fragte mich, ob die Katze ihm an meiner Stelle vergeben hätte. Er -schüttelte den Kopf.
-»Kannst du mich an ihrer Stelle schlagen?«, fragte er mich. Es stand ihm -ins Gesicht geschrieben, dass sein Durst nach Schmerzen nicht gestillt -war. Ich konnte ihm nichts anrichten. Er fing an zu zittern und -plötzlich schlug er sich selber zusammen als würden diese Hände wem -anders gehören. So habe ich mir das Ende nicht vorgestellt. Ich wurde -vor Wut blutig rot.
-»Mach doch etwas! Bring mich endlich um!«, schrie er mich an. Nein, ich -wollte ihn aufhalten. Was sollte ich tun? Ehe ich reagieren konnte, trat -er auf mich ein. Ich konnte mich nicht wehren. Ich dachte an seine -Freunde und seine Familie. Sie wussten nichts vom Monster, welches er in -sich versteckt hielt. Ich musste ihn aufhalten, um den Stich ins Herz -der Menschen, die wir beide liebten, zu verhindern. Doch auch als er -schließlich mit einer Scherbe des kaputten Spiegels seine Kehle -aufschlitzte, habe ich beschämend geschwiegen.
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-- cgit v1.2.3